DTG Pokal 2020

DM Quali für Leonie Schmedthenke

Nach langer Wettkampfpause wurde in Westfalen in Zeiten von Corona der erste Wettkampf in diesem Jahr ausgetragen. Die Dortmunder Turngemeinde hatte ein gutes Hygienekonzept vorgelegt und so konnte der 35. DTG Pokal unter strengsten Bedingungen stattfinden. Der bundesweit ausgeschriebene Wettkampf war Ziel vieler Leistungssportler. An zwei Tagen freuten sich insgesamt 155 Athletinnen endlich wieder Hallenluft schnuppern zu dürfen.

So auch einige Leistungsträgerinnen des Turnteams der TSG Rheda. In der Köningsdisziplin Kür ging es um die Quali zur Deutschen Meisterschaft, die Anfang November in Düsseldorf ausgetragen werden soll. Sollte es in Zeiten von Corona endlich mal klappen die 45 Punktemarke für die Quali zu knacken? Diese Frage stellte sich auch die fünffache Deutschlandcupgewinnerin Leonie Schmedthenke.Trotz Corona und Trainingsausfall, machte sie täglich ihr Kraftprogramm und versuchte sich so gut wie möglich fit zu halten. Auch Neuzugang Friederike Seidel wollte ihren momentanen Leistungsstand überprüfen und ging mit ihrer besten Freundin an den Start. Eine überschaubare Gruppe für Trainer Mark Graff, der sich diesmal nicht auf das Werten, sondern nur auf das Betreuen konzentrieren konnte. Der Wettkampf begann am Sprung. Mit 12.00 Punkten legte Leonie den Grundstein für die Basis. Am Stufenbarren zeigte sie mit 10.15 die beste und schwierigste Übung. Friederike Seidel musste leider bei der freien Felge in den Handstand das Gerät verlassen, dies warf sie mit 6,75 Pkt.weit zurück. Mit 10,15 Pkt. am Schwebebalken gehörte sie jedoch zu den acht besten im Teilnehmerfeld. Beste war hier Leonie Schmedthenke, die fehlerfrei und 11,60 Punkten nun zum Abschlussgerät Boden gehen konnte. Hier wurden noch einmal alle Register gezogen. Ausdrucksvoll und mit aller Konzentration war die Chance auf die Quali zum Greifen nah. Mit 45,10 Punkten und Platz 1,schaffte Leonie zum ersten Mal in ihrer sportlichen Laufbahn die geforderte Punktzahl für eine Deutsche Meisterschaft. Jedoch dürfen nur die 24 höchstplazierten an der Meisterschaft teilnehmen,so müssen alle bis zum Stichtag noch kräftig die Daumen drücken! Auch wenn Friederike im Einzel nur den 14. Platz erturnte, konnten sich beide TSG Athletinnen über den Sieg in der Mannschaft freuen, hier gingen sie für den TUS Wüllen an den Start.Trotz Pandemie ein großes Lob an die disziplinierten Turnerinnen und Ausrichter!