Leonie Schmedthenke und Carla Tillmann                     fahren zum Deutschlandcup

Grandioser Saisonauftakt für die Turnerinnen der TSG Rheda. Beim diesjährigen Saisonstart, dem Landescup in Paderborn, schickte das Turnteam zehn Turnerinnen in den Leistungsstufen LK 2 und LK 1 an den Start, für mehr Startplätze reichten die zu stellenden Kampfrichter leider nicht aus. 

 „Um sich ein Bild über den momentanen Leistungsstand zu machen, ist diese Meisterschaft für uns vor dem Ligastart besonders wichtig“, so Abteilungsleiterin Petra Beckstett. Leonie Freitag (17), Alicia Kröll (22) und Elena Seifert (18), mussten es mit 26 Konkurrentinnen der Altersklasse 18 bis 24 in der Stufe LK 2 aufnehmen. Einen perfekten Tag erwischte hier Leonie Freitag, die mit der höchsten Note am Stufenbarren(13,55) und 51,00 Gesamtpunkten sich den Vizemeistertitel dieser Westfälischen Meisterschaft sicherte. Wären da nicht die 2 Stürze am Balken gewesen, hätte auch Alicia Kröll mit der höchsten Note am Sprung (12,90) und dem zweithöchsten Ergebnis am Boden (13,75 das Podest erklimmen können, so musste sie sich mit Platz 7 (49,70) zufrieden geben. Elena Seifert wurde mit 48,65 Punkten Zehnte. Das gleiche Balkenpech erwischte auch Lea Ros Manjooran im Wettkampf der 14 bis 15 jährigen. Mit Platz 8 und 47,95 Punkten wäre auch hier ein Treppchenplatz im größen mit 41 Teilnehmerinnen bestückten Wettkampf möglich gewesen.Gegen 34 Mädchen im Alter von 12 bis 13 Jahren hatte sich Franzi Tillmann zu behaupten. In dem sehr starken eng zusammenliegenden Feld zeigte sie was in ihr steckt und bezwang den „Zitterbalken“ mit der Höchstwetung von 12,80 Pkt. Mit einem sehr guten 5. Platz (48,75 Pkt.) fehlten ihr lediglich 1,15 Pkt. zum Sieg.

Am Sonntag ging es um die Fahrkarten zum Deutschlandcup. Nur die ersten 2 Plätze sind startberechtigt, Platz 3 kann einen Antrag stellen. In der Leistungsstufe LK 1 vertraten Carmen Johannhardt, Hannah Strotmann, Lena Hambrock, Carla Tillmann und auf die alle Augen gerichtete Leonie Schmedthenke die „Schwarz-Gelben“. Nach fast 1 ½ jähriger Verletzungspause zum ersten Mal wieder einen Vierkampf turnen, dies hatte sich die 21 jährige Topathletin der TSG Rheda nach langer Abstinenz vorgenommen.Da sie noch bei allen Rückwärtselementen Probleme bei der Landung hat, war es besonders spannend, ob und wie sie ihr noch abgespecktes Programm durchstehen wird.Mit Anfeuerungsrufe des gesamten Teams zimmerte sie zum ersten Mal wieder den Tsukahara in den Stand. Auch am Stufenbarren zeigte sie den 14 Gegnerinnen wie hoch die Latte liegt.Am Schwebe-balken zeigte die sonst so routinierte Turnerin jedoch Nerven und musste 1x das Gerät verlassen. Beim letzten Gerät dem Boden wurden noch einmal die letzten Kraftreserven mobilsiert. Geschafft – Vierkampf überstanden! Mit der Tageshöchstpunktzahl von 54,65 Punkten gewinnt Leonie Schmedthenke zusammen mit der punktgleichen Anika Brüske, vom der SG Coesfeld den Wettkampf der 18 bis 29 jährigen und qualifiziert sich das 8. Mal für den Deutschlandcup.Einen guten Wettkampf und Platz 10 erturnte sich Carmen Johannhardt in der gleichen Altersklasse.Bei den 16 bis 17 jährigen zeigte auch Hannah Strotmann solide Übungen und wurde mit Platz 8 belohnt. Der Schwebebalken war an diesem Wochenende kein gutes Omen für die TSG Mädels.Auch Lena Hambrock im Wettkampf der 14 bis 15 jährigen scheiterte an diesem Gerät und erturnte sich Platz 10 im zweitstärksten Leistungsfeld. Die im jüngsten Jahrgang gestartete Carla Tillmann konnte diesmal das 10 cm schmale Gerät auch nicht bezwingen, freute sich aber mit Platz 2 sich zum ersten Mal für den Deutschlandcup qualifiziert zu haben.Resume: Alle zehn Turnerinnen der TSG konnten sich unter den Top Ten der besten westfälischen Turnerinnen wiederfinden.