Bürgermeister Theo Mettenborg eröffnet die Wettkämpfe der                                 Westfälischen Turnliga

       KTV glückt die Aufholjagdt vor heimischen Publikum

 

Komplimente für die Organisation und Erfolg auf der Turnfläche

Die TSG Rheda konnte mit dem Saisonstart der westfälischen Ligen, den sie am Wochenende in der Sporthalle des Einstein-Gymnasiums ausrichtete, mehr als zufrieden sein. Nach dem zweitägigen Wettkampfgeschehen vor einer voll besetzten Tribüne durfte Petra Beckstett zufrieden feststellen, dass ihr Ziel erreicht worden war: "Wir wollen mit dieser Veranstaltung das Kunstturnen in unserer Region populärer machen", hatte die TSG-Abteilungsleiterin im Vorfeld gesagt.

Dazu trugen auch die Oberliga-Turnerinnen der KTV Alt Ravensberg bei. Als Ligawartin Christina Bröker bei der spannenden Siegerehrung das errechnete Ergebnis verkündete, brandeten tosender Applaus und Jubelschreie im KTV-Lager auf. Die von der TSG Rheda und der Spvg. Steinhagen gebildete Vereinigung belegte mit 144,45 Punkten den 2. Platz unter zwölf Teams. Dass der Rückstand auf den siegreichen SC Nordwalde nur 0,2 Punkte betrug, ärgerte in diesem Moment niemanden. Im Vordergrund stand die Freude, die Riege des VTB Siegen um 0,65 Punkte hinter sich gelassen zu haben.

Nach dem holprigen Start am Stufenbarren und den (bis auf der von Jana Terhechte) nicht optimalen Schwebebalkenübungen hätte dies das Trainerteam Kirsi Rohmeier, Jenny Kelp und Mark Graff kaum noch für möglich gehalten. Doch am Boden starteten die KTV-Turnerinnen eine beeindruckende Aufholjagd. Lara-Marie Schimmel begann mit 12,90 Punkten. Elena Seifert präsentierte erstmals im Wettkampf einen Strecksalto vorwärts mit ganzer Schraube und wurde mit 13,45 Punkten belohnt. Jana Terhechte (13,55 Pkt.) und Madeleine Güth (13,85 Pkt.) machten den Sieg am Boden perfekt.

Davon beflügelt steigerten die "Rhedaerinnen" ihr Ergebnis am Sprung sogar noch. Nachdem schon Gerrit Nissen, Elena Seifert und Jana Terhechte nahezu perfekte Sprünge gezeigt hatten, sorgte Madeleine Güth für das Highlight: die 18-Jährige turnte einen haushohen Tsukahara gebückt in den perfekten Stand und erhielt mit 14,50 Punkten die Tageshöchstwertung an diesem Gerät.

Zwei Wettkämpfe in Laggenbeck (Juni) und in Stadtlohn (Oktober) bleiben noch, um den SC Nordwalde von der Spitzenposition zu verdrängen. Dann hofft die KTV auch auch eine voll austrainierte Lisa Gründling einsetzen zu können. Nach langer Krankheit turnte sie dieses Mal nur am Schwebebalken.

 

Verkorrste Barrenübungen verhindern bessere Plazierung

Für die in der Verbandsliga turnende 2. Riege der KTV Alt Ravensberg lief es nicht so gut. Sie belegte nach vier Geräten mit 134,70 Punkten nur den 7. Platz im Feld der acht Vereine. Am Boden krönte Neuzugang Lisa Hansmann einen ordentlichen KTV-Auftritt mit der dritthöchsten Wertung (13,30 Pkt.). Anschließend zauberte Pia Niehaus (12,80 Pkt.) mit einem Handstützüberschlag den drittbesten Sprung über den Sprungtisch, an dem auch Hannah Strotmann, Lisa Hansmann und Fiona Mennen überzeugten. Der Stufenbarren wurde dann aber zum Stolperstein. Die sonst so sicheren Turnerinnen erlaubten sich unnötige Fehler, die die ganze Mannschaft weit zurückwarfen. Lediglich Rieke Nissen und Hannah Strotmann kamen ohne Sturz durch. Am Balken überzeugte zum Abschluss mit Carmen Johannhardt auch der zweite Neuzugang. Weil sich auch der Rest des Teams passabel über das Zittergerät kämpfte, befinden sich die Konkurrenten für die KTV noch in Reichweite. Der Rückstand auf den 3. Platz beträgt gerade einmal 4,10 Punkte. "Die verbleibenden zwei Wettkämpfe müssen nun genutzt werden, um das Feld von hinten aufzurollen", wünschte sich Petra Beckstett.

Ergebnisse 1. Wettkampf Oberliga
OL_WK1_2016-04-23 Rheda.pdf
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Ergebnisse 1. Wettkampf Verbandsliga
VL_WK1_2016-04-23_Rheda.pdf
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