„Besonderes Sommerfest“ bei der TSG

Bewegende Worte rühren die "Turn-Mama" zu Tränen

Rheda-Wiedenbrück (hoh) - Beim Sommerfest der Kunstturnerinnen der TSG Rheda geht es in erster Linie darum, die Gemeinschaft zu fördern. Das war auch am Samstag so. Und dennoch gab es einen Unterschied zu den Vorjahren. Denn parallel wurde das 40-jährige Bestehen der Abteilung zelebriert.

 

Während Abteilungsleiterin Petra Beckstett, die die Umstrukturierung der Abteilung im Jahr 1975 mitangetrieben hatte, zu Beginn der Feierstunde die Gäste in der Sporthalle des Einstein-Gymnasiums begrüßte, rutschten die jüngsten Turnerinnen bereits nervös auf den Matten herum und blickten immer wieder hoch zur Tribüne, zu den stolzen Eltern und Verwandten. Doch bevor der Nachwuchs sein Können im Rahmen einer Show-Aufführung präsentieren durfte, gab es eben noch wichtige Dinge mitzuteilen.

Erfolge als Lohn der Entwicklung

„Das ist ein ganz besonderes Sommerfest“, sagte Petra Beckstett, Chefin der Kunstturner. „Vor 40 Jahren haben wir uns vom Breitensport zum Leistungssport umorientiert.“ Viele Erfolge in den vergangenen Jahren sind der Lohn dieser Entwicklung. „Wir müssen uns in Deutschland nicht verstecken und sind überall bekannt“, betonte Petra Beckstett stolz. Soll aber nicht bedeuten, dass man sich bei der TSG Rheda nun zurücklehnt.

„Infrastruktur für die Turnerinnen verbessern“

„Ich denke, dass wir uns immer noch steigern können“, sagte Antreiberin Petra Beckstett. In Sachen Weiterentwicklung gehe es unter anderem um neue Geräte. Doch auch die Debatte um eine neue Sporthalle in Rheda-Wiedenbrück ist bei den Kunstturnern der TSG ein Dauerthema. Das Ziel laute, die „Infrastruktur für die Turnerinnen zu verbessern“, wie Olaf Jäckel, Vorsitzender des Fördervereins der Kunstturner, später erläuterte, nachdem auch Vize-Bürgermeister Norbert Flaskamp das Wort ergriffen und die Arbeit der Abteilung ausdrücklich gelobt hatte.

„Turn-Mama wird gelobt“

Einen besonderen Moment erlebte Petra Beckstett, als sie ihre eigene Ansprache beendet hatte und eigentlich wie – geplant – ein Video von dem Sieg des Bundes-pokalgewinns 2014 auf der Großbildleinwand starten sollte. Doch jetzt funkten zunächst die Turnerinnen der ersten Mannschaft dazwischen, übernahmen das Mikrofon und bedankten sich mit bewegenden Worten bei der langjährigen Trainerin und Abteilungsleiterin. So hieß es: „Du hast uns zu einer großen Familie werden lassen. Und du bist unsere Turn-Mama“. Spätestens jetzt hatte Petra beckstett Tränen in den Augen.

„Feuerwerk der Turnkunst“

Anschließend startete ein Feuerwerk der Turnkunst. Angefangen mit einer Showeinlage der Minis, ging es mit Spitzenübungen am Balken und Sprung von Leonie Schmedthenke, Jana Terhechte und Madeleine Güth  weiter zum Hauptteil. Hier zeigten alle Aktiven noch einmal ein buntes Programm mit Reck und Minitrampeinlagen, sowie spektakulärer Bodenakrobatik .

„Sport ist im Verein am Schönsten „

Danach ging die Turnfamilie zum geselligen Teil über. Mit einem tollen Buffett, dass von den Turneltern hergerichtet wurde, Spiele für die Jüngsten, einer Tombola und dem wunderschönen Ambiente unter schattigen Bäumen, verbrachten die rund 250 Gäste ein Sommerfest, was sicher noch Jahre in den Köpfen aller verbleibt.