Debüt endet mit der DM-Qualifikation

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Riege der KTV Alt Ravensberg gewinnt beim ersten Auftritt den Landespokal für Vereinsmeisterschaften

Im Januar 2013 gründeten die Turnabteilungen der Spvg Steinhagen und der TSG Rheda mit dem Wunsch, mit gemischten Mannschaften auf Wettkämpfen starten zu können, den gemeinsamen Verein Kunstturnvereinigung Alt Ravensberg. Dem Vorhaben wurden viele Steine in den Weg gelegt. Nach eineinhalb Jahren des Bangens und Wartens auf die Starterlaubnis feierte das Zukunftsprojekt nun endlich Wettkampfpremiere.

Und diese begann gleich mit einem Paukenschlag. In der Leistungsklasse KM 2 siegte im sauerländischen Olsberg die Mannschaft der KTV Alt Ravensberg überragend vor weiteren acht Mannschaften und qualifizierte sich mit dem Sieg für das Bundesfinale, die Deutschen Meisterschaften für Vereinsmannschaften, am 25./26. Oktober in Halle an der Saale.

Gleich am ersten Gerät, dem Sprung, ließen Nora Sobisch, Madeleine Güth, Jana Terhechte und Leonie Schmedthenke mit vier gestandenen Tsukaharas keinen Zweifel daran, dass sie um den Sieg mitturnen wollten. Auch am Stufenbarren ließen sie nichts anbrennen, Gerrit Nissen sammelte mit einer nahezu fehlerlosen Übung viele Punkte für das Mannschaftskonto.Wenn alle Kameras auf eine Turnerin gerichtet waren, dann war Leonie Schmedthenke am Gerät. An allen vier Geräten zeigte sie Höchstschwierigkeiten, wobei ihre Balkenkür hervorstach. Sie erreichte letztendlich die mit Abstand höchste Gesamtpunktzahl aller Turnerinnen.Gerrit Nissen gelang der Sprung in den Spagat auf den Schwebebalken tadellos, Jana Terhechte zimmerte ihren Rückwärtssalto in den Stand und auch Emelie Holterdorf kam sturzfrei durch ihre Balkenkür. Nach den sicheren Auftritten am Barren und Balken war der Grundstein für den Sieg schon gelegt. Was Emelie Holterdorf, Alicia Kröll, Madeleine Güth, Jana Terhechte und Leonie Schmedthenke dann aber am Boden präsentierten, hielt die Zuschauer nicht mehr auf den Plätzen. Begeisterungsstürme machten sich breit. Schrauben vorwärts und rückwärts, Dreifachdrehungen, Strecksalti, dazu sehr ausdrucksstarke Choreografien, das Zuschauen bei den Bodenübungen der KTV- Turnerinnen war ein wahrer Augenschmaus.Bei der Siegerehrung kannte die Freude keine Grenzen. Mit mehr als acht Punkten Vorsprung gewann die KTV Alt Ravensberg (202,80 Punkte) vor dem TV Ibbenbüren (194,55) und der SG Coesfeld (192,90) den Landespokal für Vereinsmannschaften und vertritt somit den Westfälischen Turnerbund auf Deutschlandebene in Halle/Saale.

Auf keinen Fall darf aber auch der Erfolg der 2. KTV- Mannschaft unter den Teppich gekehrt werden. Elena Seifert, Emily Poggenklas, Lisa Gründling, Lara-Marie Schimmel, Linda  Ebert und Jil Zeidler traten als KTV Alt Ravensberg 2 am frühen Morgen in der Leistungsklasse KM 3 an. Das Team startete stark am Sprung und Stufenbarren und schien diesen Erfolgsweg nicht mehr verlassen zu wollen. Doch nachdem Lisa Gründling mit der mit Abstand besten Kür des Wettkampfes am Schwebebalken startete, flatterten bei den anderen Turnerinnen etwas die Nerven, was zu unglücklichen Stürzen und Unsicherheiten führte. Am Boden machten die Turnerinnen die kleinen Fehler aber mit tollen Übungen schnell vergessen. Hinter der Startgemeinschaft Nordwalde/Laggenbeck (147,80) konnten die sechs Turnerinnen (144,15) mit Platz zwei den zweiten Pokal für die KTV Alt Ravensberg gewinnen. Besser geht es kaum.

Begeistert zeigten sich auch die Trainerinnen Petra und Andrea Beckstett, Claudia Peterk und Kirsi Rohmeier. Sie hatten in den vergangenen eineinhalb Jahren viel Durchhaltevermögen und Kampfgeist beweisen müssen, um die Idee von der gemeinsamen KTV zu verwirklichen. Dass ihre Schützlinge mit solch einem Erfolg dafür dankten, hatten die Trainerinnen insgeheim vielleicht schon etwas gehofft, so richtig aber daran noch nicht geglaubt. Nun ist die KTV Alt Ravensberg schon nach dem ersten Wettkampf ein wahres Erfolgsmodell.

 

 

 

Ergebnisse Landespokal Vereinsmeisterschaften 2014
Ergebnisse Landespokal 2014 Olsberg.pdf
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