NW 1.3.2012

TSG Rheda startet nach sechs Aufstiegen in Folge erstmals in der

NRW-Liga

 

Risiko noch nicht ausreichend gewürdigt

Rheda-Wiedenbrück. Etwas wackelig begannen die Turnerinnen der TSG Rheda ihren ersten Wettkampf in der NRW-Liga in Jöllenbeck.Doch im Laufe des Wettkampfes gewann das jüngste Team der Liga zunehmend an Sicherheit und wurde am Ende Vierter mit 116,30 Punkten. "Damit haben wir zunächst unser Ziel erreicht", so Abteilungsleiterin Petra Beckstett. Mit Jana Terhechte und Johanna Depenbusch haben zwei erfahrene Turnerinnen aufgehört, ersetzt wurden sie durch die Newcomerinnen Madeleine Güth und Merle Müssemann, aus der 2. Mannschaft. Die elfjährige Merle Müssemann eröffnete den Wettkampf am Boden. Nach gelungener ersten Bahn am Boden war die Anspannung zu groß. Kopfschüttelnd stand sie auf der Matte - ein Blackout. Sie machte zwar nach Zurufen der Fangemeinde mit Bravour weiter, musste aber Punktabzüge hinnehmen. Madeleine Güth (14), Carla Feuersträter (12) und Leonie Schmedthenke (14) zeigten am Paradegerät ihre Stärken. Mit 33,45 Punkten erzielte hier die TSG Rheda die Höchstpunkte aller sieben Vereine. Dafür steht bis zum nächsten Wettkampf das Sprungtraining auf dem Programm. "Nur Leonie Schmedthenke ist momentan in der Lage, den Tsukahara zu turnen. Würden zwei weitere Mädchen den Sprung beherrschen, könnte uns dies zusätzliche Punkte bringen", so Petra Beckstett. Am technisch schwierigsten Gerät, dem Stufenbarren, lief auch noch nicht alles rund. Hier ist ebenfalls Nachholbedarf. Mit 23,50 Zählern erturnten sich Güth, Mennen, Schmedthenke und Feuersträter Platz vier. Der Schwebebalken stand als letztes Gerät der Abendveranstaltung auf dem Programm. Hier war nun das anfängliche Lampenfieber bei Merle Müssemann verflogen. Auch Madeleine Güth überzeugte mit einer gestandenen Übung. Carla Feuersträter wagte zum ersten Mal den Salto rückwärts auf dem 10 cm schmalen Gerät, konnte aber leider einen Absteiger nicht verhindern. Leonie Schmedthenke turnte ihr schwieriges Programm zwar etwas unsauber, jedoch ohne Sturz. Über die anschließenden Punkte waren die Trainerinnen Jenny Kelp, Andrea Beckstett und Trainer Rainer Weishaupt jedoch schon überrascht. Turnerinnen die eine leichte, aber saubere Übung turnten gingen mit höheren Punkten heraus, als Mädchen die mit vollem Risiko schwierige Teile wagten und gestanden präsentierten. " Wir sind motiviert, die Schwierigkeiten nicht aus dem Programm zu nehmen und werden verstärkt an der besseren Ausführung arbeiten. Wir turnen jetzt in der NRW-Liga und da müssen wir uns an eine andere Punktevergabe der Kampfrichter wohl gewöhnen, so Petra Beckstett .

2012_nrwTurnliga_WK_1.pdf
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