Mut zur Leistung kostet Punkte

Enttäuschte Leonie Schmedthenke

 

Rheda-Wiedenbrück (gl). Einen Rückschlag gab es für die Turnerinnen der TSG Rheda am zweiten Wettkampftag in der NRW-Liga. Das Team rutschte auf den fünften Platz ab, nun droht die Relegation um den Klassenerhalt.

Mit Platz drei hatten sich Leonie Schmedthenke, Jana Terhechte, Merle Müssemann, Madeleine Güth, Fiona Mennen und Sophia Donderer beim Ligastart im April eine gute Ausgangsposition geschaffen. Doch schon beim Einturnen nahm das Schicksal seinen Lauf. Merle Müssemann zog sich bei der Schraube am Boden eine Fußverletzung zu und konnte nur noch am ersten Gerät, dem Stufenbarren, eingesetzt werden. Hier kam die TSG mit 26,65 Punkten und dem dritthöchsten Ergebnis aller acht Teams noch gut über die Runden.

Mit einer gestandenen Übung am Schwebebalken sprang Jana Terhechte für Merle Müssemann in die Bresche, doch die zwei Stürze von Sophia Donderer und Madeleine Güth konnten auch nicht mit der Tageshöchstnote von 12,10 Punkten von Leonie Schmedthenke ausgeglichen werden.

Beim Paradegerät der Fürstenstädterinnen, dem Boden, war Spannung angesagt. Leonie Schmedthenke wollte vor dem Deutschland-Cup den Doppelsalto zeigen. Sie drehte zwar den Doppelsalto, berührte bei der Landung aber mit den Händen den Boden. Die 10,50 Punkte machten alle Hoffnungen zunichte, das Bodenergebnis zu verbessern. „Das zweitschlechteste Ergebnis aller Teams an diesem Gerät, dass hat es noch nie gegeben. Bis auf den Sturz war die Übung von Leonie nicht schlechter als sonst und auch der Ausgangswert war höher“, verfolgte TSG-Abteilungsleiterin Petra Beckstett fassungslos das Geschehen von der Tribüne aus.

Mit zwei Tsukaharas von Terhechte und Schmedthenke und einem guten Überschlag von Madeleine Güth sammelte das Team am Sprung nochmals gute Punkte. Mit insgesamt 124,95 Punkten und dem sechsten Platz im Tagesergebnis rutschte die erste TSG-Mannschaft in der Gesamtwertung auf Platz fünf ab. „Es ist zwar noch nicht alles verloren, aber wir müssen nun mindestens den dritten Platz beim Endwettkampf am 30. Juni in Bochum holen, um nicht in die Relegation zu kommen“, erläuterte Petra Beckstett.

nrwTL_WK2_Ergebnisse.pdf
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