Leonie Schmedthenke

Turnkönigin der Wettkampfklasse KM 2

Können sich für ihre guten Erfolge freuen: Merle Müssemann, Leonie Freitag, Madeleine Güth, Jil Zeidler, Alicia Kröll, Leonie Schmedthenke und Elena Seifert ( es fehlt Melanie Usanin).

 

TURNEN: TSG Rheda überzeugt beim Saisonstart in Kamen

 Rheda-Wiedenbrück (sp) Mit dem Landescup und der Qualifikation für die Westfälische Meisterschaft am 14. April in Dortmund, begann in Kamen die Turnsaison 2013.

Leonie Schmedthenke von der TSG Rheda lieferte dabei eine überragende Probe ihres Könnens ab und Alicia Kröll gewann ihre erste Westfalenmeisterschaft.

Am Samstag ging es in der Leistungsstufe KM 2. um die Fahrkarten nach Dortmund. Vor dem stark besetzten Wettkampf der Jahrgangsklasse 1996/97 hatte sich Leonie Schmedthenke vorgenommen, keine ihrer Höchstschwierigkeiten aus dem Programm zu nehmen. "Bei so einem starken Teilnehmerfeld können zwar wenige Zehntel entscheidend sein, doch Leonie turnt schwieriger als sie muss und bei einen Sturz ist jedes Mal ein Punkt weg", erklärte Trainerin Petra Beckstett das Problem.
Aber die 16-Jährige ist nicht nur risikobereit, sondern auch wettkampfstark und toll in Form. "Was sie den Kampfrichtern und den Zuschauern präsentiert hat, war eine Augenweide", staunte Beckstett. Mit zwei gestandene Tsukaharas, der schwierigsten Übung am Stufenbarren, einer mit Schwierigkeiten gepickten, bombensicheren Balkenübung und einer auch tänzerisch schönen Bodenübung erreichte die junge Rhedaerin die Rekordpunktzahl 50,20 und siegte mit vier Zählern Vorsprung auf die Zweitplatzierte. In dieser Verfassung hat Schmedthenke gute Aussichten, in Dortmund zum fünften Mal Westfälische Meisterin zu werden.
Madeleine Güth zeigte einen soliden Wettkampf, hatte aber keine Chance sich im Vorderfeld zu platzieren.

In der Jahrgangsklasse 2000/01 qualifizierte sich Merle Müssemann als Viertplazierte für Dortmund.
In der Leistungsstufe KM 3 wurden am Sonntag bereits die neuen Westfalenmeisterinnen ermittelt. Die Rhedaer Nachwuchsturnerinnen Elena Seifert (Jahrgang 2000), Leonie Freitag (2001) und Melanie Usanin (2001) zeigten bei ihrer ersten Teilnahme am Landescup gute Übungen. Seifert wurde mit 44.70 Punkten Zehnte, Freitag mit 42.75 Punkten Fünfzehnte und Usanin mit 41.30 Punkten Achtzehnte.
Mit 30 Konkurrentinnen hatte es Jil Zeidler bei den 14- und 15-Jährigen zu tun. Routiniert präsentierte sie ihr Programm und wurde mit 45,70 Punkten Sechste. Alicia Kröll steigerte sich in der Jahrgangsklasse 1996/97 nach einem anfänglichen Patzer am Stufenbarren und lief zur Höchstform auf. Mit Bestnoten am Balken, am Boden und beim Sprung erreichte sie 46,05 Punkte und gewann ihre erste Westfalenmeisterschaft.