Leonie Schmedhenke gewinnt den Deutschland-Cup

Lohn für harte Trainingsarbeit

Rheda-Wiedenbrück (NW.sp). Beim vierten Start hat Leonie Schmedthenke ihr großes Ziel erreicht. Nach zuletzt zwei Vizetiteln gewann die 15-jährige Turnerin der TSG Rheda im bayrischen Hörsbach den Deutschland-Cup. Der Wettbewerb zählt nach den Deutschen Meisterschaften zu den prestigeträchtigsten nationalen Turnveranstaltungen. In vier Altersgruppen dürfen die besten drei Aktiven aus jedem Landesverband dürfen nach mehreren Qualifikationswettkämpfen am Bundesfinale teilnehmen. So auch Leonie Schmedthenke, Westfalens beste KM2-Turnerin. Neben den Einheiten im heimischen Einstein-Gymnasium bereitete sie sich zusätzlich im Trainingszentrum Bünde auf den Jahreshöhepunkt vor. "Hier hat sie bessere Bedingungen, die für ein leistungsorientiertes Training notwendig sind", erklärt Abteilungsleiterin Petra Beckstett. Gut vorbereitet und voller Hoffnung nahm sie den Wettbewerb gegen die die 28 Konkurrentinnen auf. Und der begann schon mit dem Einturnen: "Hier muss man die Gegnerinnen und Kampfrichter durch sicheres Auftreten verunsichern bzw. überzeugen", sagt Trainer Rainer Weishaar. Am Stufenbarren wurde es dann ernst. Schmedthenke kam gut durch ihre Übung, turnte aber sichtlich verhalten. Mit 10,80 Punkten erhielt sie die dritthöchste Note. Der bei vielen Mädchen unbeliebte, nur 10 Zentimeter schmale Schwebebalken, wurde wie so häufig für viele zum Zittergerät. "Wer bei einem so hochkarätigen Wettkampf ganz vorne landen möchte, darf sich keinen groben Fehler erlauben", sagt Trainerin Andrea Beckstett.

Schmedthenke gelangen alle Schwierigkeiten mit Bravour. Mit 12,00 Punkten erreichte sie die höchste Punktzahl in ihrer Altersgruppe. Voller Motivation, Eleganz und mit technischem Können präsentierte sie ihr Lieblingsgerät Boden. Mit 12,80 Punkten erhielt sie zusammen mit der Gewinnerin der Jahrgänge 18 bis 29, Kira Stier (TV Mauer), die meisten Punkte aller 109 Turnerinnen. Ebenso perfekt zeigte sie am Sprung zwei Tsukaharas. Weitere 13,75 Punkte summierten sich zu 49,35 Zählern - Platz eins in der Altersklasse 14/15, lediglich die fünf Jahre ältere Kira Stier war im Gesamtklassement mit 50,30 Punkten besser. "Wir sind stolz auf Leonie. Die Arbeit und der Fleiß hat sich ausgezahlt", jubelt Beckstett.